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Sehenswürdigkeiten rundum die Festung Küstrin

Jenseits der Oder: Das Warthebruch, rundum die Festung Küstrin, bietet Ihnen eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten sowie Natur- und Kulturschätze. Spannende Geschichten warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden.

 

Museumsgeschichte hautnah erleben

 

Jenseits der Oder im Warthebruch werden dem Besucher eine Reihe von Sehenswürdigkeiten geboten. Rundum die Festung Küstrin finden Sie kulturhistorische und naturkundliche Attraktionen. Theodor Fontane hat in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg einige beschrieben. Angefangen von der Küstriner Altstadt, wo der junge Kronprinz Friedrich in Festungshaft saß. Auch das Schloss Tamsel und das Schlachtfeld bei Zorndorf sowie die Johanniter Ordenskirche in Sonnenburg hat Fontane am Johannistag besucht.

 

Panorama von Küstrin - ein Gemälde von Norbert Streich (1960), © Tourist-Information Kostrzyn, Repr. Tomasz Kulik

 

Wo schon in der Bronzezeit indogermanische Stämme siedelten, entwickelte sich später die Stadt Cüstrin am Zusammenfluss von Warthe und Oder. Als wichtiges Zentrum des kulturellen und politischen Lebens wurde Cüstrin im 16. Jahrhundert zur wehrhaften Festungsstadt ausgebaut und bis 1920 immer weiter verstärkt. So entstand unter preußischer Regie schließlich ein Großfestungssystem mit insgesamt vier Außenforts: Fort Gorgast, Fort Säpzig, Fort Zorndorf und Fort Tschernow. 

 

Die Ruine des Küstriner Schlosses, dort, wo der Kronprinz Friedrich in Festungshaft war. Blickrichtung an den Ort, an dem Hans Hermann von Katte sein Leben verlor. Im Hintergrund ist die Oder zu sehen.

 

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die befestigte Altstadt Küstrins im Zuge heftiger Kämpfe nahezu vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Sie zählt heute zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Lebuser Landes. Beinahe 800 Jahre turbulente Stadtgeschichte spiegeln sich in den heutigen Ruinen der Altstadt von Küstrin wieder. Erleben Sie Museumsgeschichte hautnah: Im Küstriner Pompeji...

 

Das Schloss Tamsel an nördlichen rand des Warthebruchs. Erbaut zum Ende des 17. Jh., Aufnahme 2017

 

Tamsel zählt zu den ältesten Ortschaften im Küstriner Land und wurde 1261 erstmals erwähnt. Im 14. und 15. Jahrhundert gehörte es zur einstigen Johanniterkommende Quartschen, nur wenige Kilometer nördlich von Tamsel gelegen. Von den Johannitern ging Tamsel in den Besitz der Familie von Schönebeck über, die es bis zum 17. Jahrhundert verwaltete. Im Jahre 1641 gelangte Tamsel schließlich in die Hände der Familie von Schöning. Während seiner Besuche in Tamsel lernte Friedrich die schöne Hausherrin Eleonore von Wreech kennen. Wer heute durch den Schlosspark von Tamsel spazieren geht, kann spüren, wie sich hier die Adligen die Klinke in die Hand gaben.

 

Johanniter Ordenskirche in Sonnenburg, heute Pfarrkirche der Heiligen Mutter Gottes zu Tschenstochau in Słońsk (Polen)

 

Theodor Fontane besuchte auch das am südlichen Rand des Warthebruchs liegende Sonnenburg. In dessen Ortsmittelpunkt seit mehr als 600 Jahren Kirche und Schloss liegen. Unter den vielen Schlössern und Herrenhäusern der Neumark zählt Sonnenburg zweifellos zu den bedeutendsten Anlagen und kann auf ein lang anhaltendes Interesse zurückblicken. Nachdem unter Friedrich Wilhelm III. der Johanniterorden in Preußen aufgelöst wurde (1810), wurde die Ballei Brandenburg, durch Friedrich Wilhelm IV. (1852) wiederbelebt. Nur zwei Jahre vor seiner Hinrichtung in Küstrin, wurde Hans Hermann von Katte in der Sonnenburger Johanniter-Kirche zum Ritter geschlagen. Eine echte Sehenswürdigkeit sind die nach der Renovierung der Kirche wieder zurückgekehrten Ordenstafeln im Kirchenschiff.

 

Nationalpark Warthemündung, Eingang Küstrin

 

Direkt an der Festung Küstrin grenzt der jüngste Nationalpark Polens, die Vogelrepublik. In diesem Park können im Verlaufe eines Kalenderjahres über 270 verschiedene Vogelarten beobachtet werden. Also ein Paradies zur Vogelbeobachtung. Der Nationalpark Warthemündung wurde durch die Ramsar-Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung unter Schutz gestellt. Es erwartet Sie im Nationalpark Warthemündung eine großzügige Flussauenlandschaft mit ihren Feuchtwiesen, Seggen, Schilfrohr, Weiden, zahlreichen Kanälen und der namensgebenden Warthe als Kulisse für Naturbeobachtungen zu jeder Jahreszeit.

 

Die historische Brauerei in Witnica

 

Die Geschichte der Brauerei Witnica reicht bis in das XIV. Jahrhundert zurück. Einst gab es hier nur ein kleines Fischerdorf Vietz. Ursprünglich befand es sich im Besitz des Zisterzienserordens. Denn: Nur die Mönche besaßen das Privileg Bier zu brauen. Tauchen Sie ein in die Geschichte der Bierbraukunst in der Warthemündung.